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Gas-Brennwerttechnik

Gas-Brennwertheizkessel ermöglichen eine bessere Energieausnutzung als herkömmliche Gasheizkessel. Sie nutzen die Kondensationswärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes, indem sie die Abgase weit herunterkühlen. Ermöglicht wird dies durch einen relativ einfachen technischen Kniff: Brennwertgeräte arbeiten im Gegenstromprinzip. Das bedeutet, dass der (kalte) Heizungsrücklauf genau an der Stelle in das Gerät eintritt, wo die Abgase austreten. Die Abgase müssen sich dort, von einem Ventilator angetrieben, durch enge Kühlrippen zwängen, in denen sie ihre Restwärme weitgehend abgeben.

Besonders bei Erdgas ist der Wasserdampfanteil im Abgas  sehr hoch. Dies liegt an dessen hohen Wasserstoffanteil (ca. 15 %). Während der Verbrennung reagiert der Wasserstoff mit Luftsauerstoff zu  Wasser. Pro m³ Erdgas werden ca. 1,6 Liter Wasser "produziert".
Dieses Wasser, zuerst aufgrund der hohen Temperaturen noch dampfförmig, kondensiert an den "kalten" Kesselwandungen des Brennwertkessels. Durch  die Kondensation wird Wärme an das Kesselwasser abgegeben und erhöht damit die Heizleistung des Kessels.

Aus dieser Schemazeichnung wird die Wirkung des  Gegenstromprinzips deutlich.

Gasbrennwertkessel stellen heute bei neu installierten Geräten den größten Marktanteil und sind technisch ausgereift.

Bei
Flüssiggas ist der Brennwerteffekt niedriger,  aufgrund des im Vergleich zu Erdgas erheblich höheren Energiepreises lohnt  sich die Investition in Brennwerttechnik aber trotzdem.

Das Kondensat wird anschließend aufgefangen und in die Kanalisation abgeleitet. Eine Neutralisation des Kondensats von Gasbrennwertkesseln ist im häuslichen Bereich nicht erforderlich, da eine  ausreichende Vermischung mit häuslichen Abwässern  stattfindet.

Übrigens: Die von der Industrie angepriesenen  Wirkungsgrade von 106 % -108 % werden in der Praxis nur selten  erreicht.

Außerdem sollte sich der Verbraucher darüber im Klaren sein, dass Brennwertgeräte kein Geld drucken: Die Gasversorger stellen ihren  Kunden in der Gasabrechnung den oberen Heizwert von Erdgas, also auch den theoretisch nutzbaren Wärmeinhalt des Verbrennungswassers, in Rechnung  (ca. 112 %).
Trotzdem: Da die Brennstoffausnutzung moderner Brennwertgeräte im Vergleich zu herkömmlichen Geräten um ca. 8 - 10 % höher ausfällt, ist die Entscheidung für diese Technik eigentlich keine  Frage.

Abgasleitung: Überprüfung alle zwei  Jahre
Feuerstätte: Abgaswegüberprüfung alle zwei Jahre
U
Kosten: 23,- bis 30,- € alle 2 Jahre

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